Rodgauer BaustoffwerkeGmbH&Co.KG

Am 1. Mai ist die novellierte Fassung der EnEV in Kraft getreten. Die energetische Anforderung an den Jahres-Primärenergiebedarf wird bei neu zu errichtenden Gebäuden um 25 % angehoben. Gleichzeitig muss eine Verringerung der Transmissionswärmeverluste über die Gebäudehülle um 20% erfolgen.Dies bedeutet dann eine Verringerung des U-Wertes der Außenwand von derzeit 0,28 auf 0,22 W/(m²·K).Gleichzeitig muss der Planer zur Gewährleistung des sommerlichen Wärmeschutzes die Werte der DIN 4108-Teil 2 – Mindestanforderungen an den Wärmeschutz – einhalten.

Die Änderungen gelten allerdings nicht sofort, sondern erst ab dem 1. Januar 2016. Maßgeblich ist das Datum des Bauantrages oder der Bauanzeige.

Die EnEV 2014 sieht keine Verschärfung der Anforderungen der EnEV 2009 bei der Sanierung bestehender Gebäude vor. Hier bleiben die energetischen Mindestanforderungen an den Wärmedurchgangskoeffizienten bei der Sanierung einzelner Bauteile des sogenannten Bauteileverfahrens bestehen. Es wurden allerdings die hierdurch betroffenen Bauteile anders definiert.

Ab sofort greifen allerdings die Änderungen der EnEV 2014 in Bezug auf den Energieausweis. In der Novelle der Energieeinsparung wird Darstellung des bisherigen Bandtachos geändert. Durch dieses Bandtacho – Farbverlauf von grün nach rot - wird der Energieverbrauch einer Immobilie illustriert. Der grüne Bereich stellt ein energieeffizientes Gebäude dar, je weiter wir in den roten Bereich kommen um so mehr werden dadurch Energieverschwender gekennzeichnet. Gleichzeitig erfolgt die Einstufung zusätzlich in Effizienzklassen von A+ (sehr gut) bis H (schlecht).

Energie-Sparverordnung 2014Foto: Deutsche Energie Agentur - DENA

Ab sofort sind Verkäufer, Vermieter oder Makler verpflichtet schon bei Besichtigung der Wohnung oder der Immobilie oder bei Anzeigen hierfür detailliert über den Energieverbrauch und die energetische Qualität des Objektes zu informieren. In Anzeigen muss die Art des Energieausweises – Bedarfs- oder Verbrauchsausweis - , der wesentliche Energieträger für die Heizung des Gebäudes, das Baujahr und die Energieeffizienzklasse angegeben werden. Verkäufer und Vermieter, deren Anzeigen die Energieangaben nicht enthalten, begehen seit dem 1. Mai 2014 eine Ordnungswidrigkeit.

Für die Erstellung des Energieausweises müssen Personen, die berechtigt sind diesen Ausweis zu erstellen, eine Registriernummer beim Deutsches Institut für Bautechnik (DIBt) www.dibt.de beantragt und erhalten haben. Diese Registriernummer ist auf dem Deckblatt des Energieausweises vermerkt. Es ist vorgesehen, stichprobenartig diese Ausweise zu überprüfen und später dann auch, ob die im Ausweis geplante Bauweise an der Baustelle auch wirklich ausgeführt wurde.

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